Absage Jahreskonzert 2020

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Auch wenn sie weiter dürfte: Haslachs Stadtkapelle stellt ihr für November geplantes Konzert-Projekt ein. Schon am Wochenende wurde nicht mehr geprobt, um in der zugespitzten Corona-Lage ein Zeichen zu setzen.

Der Weg zum Jahreskonzert in Zeiten der Corona-Krise ist für Haslachs Stadtkapelle vorbei – vorerst zumindest: Der Vorstand des Orchesters entschied vor dem Hintergrund der landesweit zugespitzten Infektionslage, die für 7. und 8. November geplanten Konzerte abzusagen.

Mit strengem Hygienekonzept und Abstandsregeln hatte sich das Orchester um Dirigent Georg Schnurr in den vergangenen Wochen gemeinsam vorbereitet. Wohl wissend, dass es keine Garantie gibt, das Konzert auch tatsächlich wie geplant spielen zu können. Rechtlich wäre das auch weiterhin möglich: Das mit der Stadtverwaltung ausgearbeitete Hygienekonzept für die beiden Konzertabende hätte auch in der seit Wochenbeginn geltenden Pandemiestufe drei Bestand.

Doch angesichts verschärfter Regelungen im Alltag und dem Appell, persönliche Kontakte wo es geht zu vermeiden, wäre das Festhalten an der Planung das falsche Zeichen gewesen, bilanziert Geschäftsführer Johannes Becherer: „Wir sind zum Schluss gekommen, dass die äußeren Umstände im Grunde eindeutig sind.“ Noch bevor die Landesregierung am Wochenende die neuen Kontaktbeschränkungen beschlossen hatte, wurden darum die für Freitag und Sonntag angesetzten Proben aus freier Entscheidung gestrichen. Am Montag fiel dann im digitalen Austausch die gemeinsame Vorstands-Entscheidung für das Aus des Konzert-Projekts.

„Natürlich fiel diese Entscheidung nicht leicht“, resümiert Dirigent Georg Schnurr. „Vor allem, weil der Zeitpunkt viel früher gekommen ist, als befürchtet.“ Jedoch gebe es in Anbetracht der drastisch veränderten Corona-Lage keine andere Option: „Wir haben da auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Wir wollten bewusst die Entscheidung selbst treffen und nicht warten, bis uns jemand unser Tun verbietet oder gar darum streiten.“ Verloren sei die Arbeit der vergangenen Monate deshalb nicht, betont Schnurr. Nach der Lockdown-Zangspause im Frühjahr sei das Orchester einen guten Weg gegangen und habe sich musikalisch wieder hochgearbeitet. Nun ruht die Probenarbeit vorerst wieder – schließlich wären auch das sonst wieder zusätzliche Kontakte, die es im Kampf gegen das Virus einzudämmen gilt. Doch an Ideen für die Zukunft mangelt es Schnurr im Hintergrund nicht: „Jetzt hoffe ich, dass es bald wieder besser werden wird mit Corona. Und dann werden wir wieder ein Konzert planen. Mittelfristig gibt es noch das ein oder andere tolle musikalische Projekt in der Schublade.“